Hollenstein an der Ybbs ist eine Gemeinde an der
Ybbs im
Bezirk Amstetten in
Niederösterreich.
Geografie
Hollenstein an der Ybbs liegt im
Mostviertel in der niederösterreichischen
Eisenwurzen. 86,41 Prozent der Fläche der Gemeinde sind bewaldet.
Gliederung
Katastralgemeinden sind:
* Garnberg
* Großhollenstein
* Krenngraben
* Oberkirchen
* OisbergAußerdem gehören folgende Orte, die zu den einzelnen Katastralgemeinden gehören, dazu:
*Berg
*Dornleiten
*Grießau
*Hohenlehen
*Hollenstein an der Ybbs
*Sattel
*Thalbauer
*Thomasberg
*Walcherbauer
*Wenten
Geschichte
Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz
Noricum und war schon zu dieser Zeit besiedelt. ''Holnstein'' wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich genannt, als Grundherren werden die Hochstifte Freising und Passau genannt. Ein Dorf Hollenstein als solches entstand erst im 15. Jahrhundert bedingt durch die Entwicklung der Eisenindustrie. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle
Geschichte Österreichs.
Einwohnerentwicklung
Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1.907 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1.948 Einwohner, 1981 1.993 und im Jahr 1971 2.149 Einwohner.
Politik
Bürgermeister der Gemeinde ist Franz Gratzer.Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2005 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung:
SPÖ 12,
ÖVP 7, andere keine Sitze.
Wirtschaft und Infrastruktur
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 85, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 87. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der
Volkszählung 2001 798. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42.89 Prozent. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 282. Im Gemeindegebiet liegt der
Naturpark Niederösterreichische Eisenwurzen.
Verkehr
Hollenstein an der Ybbs ist Station an der schmalspurigen
Ybbstalbahn der
ÖBB (Stationen ''Kleinhollenstein'' und ''Saimanslehen'', Bahnhof ''Großhollenstein'').
Steinbock Seppl
Etwa seit Oktober 2006 treibt sich ein
Alpensteinbock im offenen Gelände von Hollenstein herum. Der Steinbock, welcher mittlerweile den Namen ''Seppl'' erhalten hat, sollte auf Beschluss des Jagdbeirates der Bezirkshauptmannschaft
Amstetten zum Abschuss freigegeben werden, da er dort als ein "artfremdes Tier" gilt. Da jedoch auf Grund von Berichten in der
Kronen Zeitung, den
Niederösterreichischen Nachrichten, sowie des
ORFs der Steinbock einen ziemlich hohen regionalen Bekanntheitsgrad erreicht hatte, stemmte sich die Hollensteiner Bevölkerung, der Bürgermeister Franz Gratzer und der Niederösterreichische Landeshauptmann
Erwin Pröll dagegen und bewirkten ein Abschussverbot.Inzwischen kann man im Hollensteiner Tourismus Büro ''Seppl T-Shirts'' kaufen und es wurden eigens Schilder aufgestellt, auf denen man nachlesen kann wo er sich zu welcher Zeit meist aufhält. Da Seppl äußerst zahm ist, wird allgemein angenommen das er aus einem illegalen Gehege entlaufen bzw. freigelassen wurde und nicht wie oft behauptet, aus dem Hochgebirge ins Hollensteiner Tal verirrt hat.